Unser Ausflug nach Vancouver

  Nach dem morgentlichen Frühstück bzw. meiner Einer benötigt ja nur einen Kaffee, machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle in der Cambie Rd. ...denn heute ist der Vancouver-Ausflugs-Tag. Das Auto bleibt stehen, denn in der Stadt benötigen wir das Auto nicht. Die Wege sind relativ kurz und das Busnetz sehr gut ausgebaut.

  Mit dem Bus No. 15 fahren wir für 1.75$ in die Innenstadt. Wir wollen zunächst zur Artgallerie, mein vorrangiger Wunsch, denn ich möchte gern die Treppe (36k) mit der Adlerstatue hinuntergehen und dabei sagen: "Im Weltraum finde ich mich sehr gut zurecht, aber in Washington verlaufe ich mich regelmäßig!" (Col. O´Neill in Share´s Rückkehr), wobei dabei ganz klar festzustellen ist, daß sich diese Treppe (30k) in Vancouver City und nicht in Washington befindet. Der Busfahrer sichert uns zu, uns Bescheid zu geben, wenn die richtige Haltestelle kommt. Also platzieren wir uns so unaufällig wie möglich im Bus. Nach einiger Zeit im Bus wird Susanne ungeduldig, da wir schon einige Minuten durch die Innenstadt kreisen. Sie geht noch mal nach vorn zum Fahrer. Er lächelt sie an und sagt: "Habe ich Ihnen nicht gesagt, daß ich Bescheid sage? Dann mache ich das auch!" Susanne kommt wieder nach hinten und dann ist es auch schon so weit. Mit einem Schmunzeln sagt er unsere Station an. Wir bedanken uns noch mal beim Aussteigen und schon sind wir an der Artgalerie.

  Und tatsächlich, da ist sie die ach so berühmte Treppe mit dem Adler (35k). Susanne und ich gehen sie rauf und runter, mehrfach und machen Fotos aus allen möglichen Blickwinkeln. Am unteren Ende der Treppe in der Durchgangspassage (34k) befindet sich dann gleich noch eine weitere Location, das Cafe The old Bailiff (47k), in welchem sich Carter, O´Neill, Jackson und ... in der Folge Foothold trafen.

  Nach dieser ersten Locationbesichtigung machten wir uns auf den Weg zum Canada-Place (29k). Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem Telefon (31k) vorbei und ich beschließe, mal zu Hause anzurufen! Gesagt, getan.

  Am Canada Place befindet sich ein Kongresszentrum (31k), welches in der Form eines großen Segelbootes (21k) in die Bucht ragt. Der Anblick ist wirklich klasse. Leider können wir nicht ganz herum gehen, da die Spitze gerade wieder ausgebaut wird. An den Seiten den Kongresszentrums sind Anlegestege. An der einen Seite liegt gerade ein Schiff der Marine. Interessant. Wir sehen, wie gearde ein Wasserflugzeug landet und ein anderes sich anschickt zu starten. Susanne sagt ganz beiläufig: "Schau mal Kathrin, Dalton Air (30k)." Wir lachen beide und feuern Jack Dalton (MacGyvers Freund) beim Start an.

  Wir gehen über den hinteren Übergang auf die andere Seite. Hier kann man sehr schön über die Bucht schauen und die Seabusses beobachten, die rüber zum Lonsdale-Quay fahren. Eigentlich wollten wir als nächstes auf den Harbour-Tower (24k), aber da die Sicht momentan mehr als bescheiden ist (Nebel), schenken wir uns das vorerst und ziehen es vor, uns die Dampfuhr (Steam-Clock) (43k) und Gassy-Jack (43k) in Gastown anzuschauen. Und wir haben Glück. Es ist kurz vor halb, und wenn wir uns beeilen, schaffen wir es noch zum nächsten Dampfablassen. (alle 30 Minuten). Also geben wir ein bisschen Gas und wir schaffen es tatsächlich. An dieser Dampfuhr wurden die Stadtszenen eines der ersten MacGyver-Folgen gedreht. (Die Diebin von Budapest) Außerdem eine Schlußsequenz aus "Von Eifersucht besessen". Außerdem entdeckten wir gegenüber von Gasy-Jack noch ein Bügeleisenhaus (36k). Es hat seinen Namen durch seine Form, die eines Bügeleisen, bekommen.

  Dann beschließen wir, mit dem Seabus rüber nach Nord-Vancouver zu fahren. Das Ticket kosten 2.50$ und gilt für 1.5 Stunden (incl. der Rückfahrt innerhalb dieser Zeit). Der Seabus benötigt ca. 15 Minuten für die Überfahrt (23k) und die Innenansicht der Fähre ist tatsächlich so, wie in einigen amerikanischen Filmen, wenn die Leute immer mit den Fähren zur Arbeit fahren. Ich fühle mich toll! Wir schauen uns den Lonsdale Quay an und schlendert dort im Umkreis ein wenig umher. Susanne ist der Meinung, daß die eine, zum Hafen gehende abschüssige Straße die sein muss, auf der sie die Szenen aus MacGyver - Das Attentat gedreht haben, in der MacGyver mittels eines Betonmischers ein Postauto, in dem sich eine Bombe befindet, mit Beton auffüllt, um die Explosion zu verhindern. (PS: Der Betonmischerfahrer ist Don S. Davis) Also machen wir vorsichtshalber ein paar Fotos. Es sieht aus, als ob wir in San Francisco wären. In den Markhallen direkt am Quay gibt es viel zu sehen. Ein Paradies für den Obstfan Kathrin. Ich stelle mir an einem Obststand einen frischen Obstsalat zusammen und zahle dafür "ein Appel und ein Ei". Hmmmmmmmmmm! Lecker. Kurz vor der Rückfahrt kaufen wir uns noch jeder ein Muffin. Ich Schoko, Susanne Blaubeere. Hm. Die sind lecker. Bis jetzt habe ich noch keine Muffin dieser Art wieder gegessen. Und auf dem Seabus während der Rückfahrt schmecken sie am allerbesten. Wir erblicken bei der Überfahrt auch die gelben Schwefelberge im Hafen, auf welchen Cold Lazarus gedreht wurde. Das ist die Folge mit den blauen Steinen.

  Als wir auf der anderen Seite der Bucht angekommen sind, stellen wir fest, daß unsere Tickets noch ein wenig gelten. Genau genommen noch 10 Minuten. Also fahren wir damit noch zum Stanley Park (45k). Gutes Timing! Hier befinden sich die Totempfähle (41k) (MacGyver: Wolfsmaske). Wir beobachten noch einige Minuten eine Restaurateurin, welche an einem Pfahl (43k) gerade ein paar Ausbesserungsarbeiten vornimmt. Eigentlich wollten wir mit der Pferdekutsche fahren, aber das ist uns dann doch ein wenig zu kostenintensiv. Also machen wir uns per Pedes auf den Weg, quer durch den Park (42k). Wir kommen auf der anderen Seite heraus, von wo aus man einen guten Blick auf die Schwefelsandhaufen hat. Susanne hatte mir ja zuvor auf dem Seabus versprochen, daß wir noch dichter ran kommen, weil auf dem Seabus der Blick auf die Schwefelberge so schlecht war.

  Ein wenig links liegt die Lions-Gate. Sie sieht fast aus wie die große rote Brücke in Frisco. Leider liegen die Spitzen schon im Nebel. Wir schlendern ein paar Minuten den breiten Weg am Wasser entlang. Von hinten nähert sich eine Art Bus. Susanne versucht per Handzeichen ihn zum Halten zu bewegen. Es gelingt auch, aber leider dürfen wir nicht zusteigen, da er nur Personen mit City-Pass befördert. Er teilt uns noch mit, daß der kostenlose Trolleybus zum 16. September seine Fahrt eingestellt hat. Er verkehrt nur in der Saison. Ich bin fasziniert über die Freundlichkeit der Leute. Der Fahrer hat extra angehalten, um uns das zu sagen. Das wären in Deutschland glaube ich nie passiert.

  Also schlendern wir zu Fuß weiter. Wir kommen am Aquarium vorbei, werden uns den Besuch aber für das nächste Mal aufsparen. Weiter gehts. Wir finden ein paar kleine Steinchen (38k). Schließlich kommen wir an der Straße, die zur Lions-Gate führt heraus. Noch ein paar Schritte und wir sind wieder an einer Bushaltestelle. Hier fahren wir mit dem Bus zurück in die Innenstadt (34k). Schließlich wollen wir noch zum Plaza of Nations und zum chin. Garten.

  Auf dem Weg dorthin ereilt uns wieder einmal unsere Vorhersage. Dieses Mal sind Susannes Fotobatterien leer. Oh Schreck. Wir durchqueren halb Vancouver City, ehe wir ein Geschäft finden, in dem es tatsächlich Batterien gibt.

  Dann machen wir uns auf den Weg zum Plaza of Nations (41k). Auf der Rückseite befindet sich das große leuchtend blaue Gebäude (22k) aus 2010. Leider können wir nicht hinein, uns gelingen jedoch ein paar Schnappschüsse (29k) von Aussen durch die Scheiben (28k). Hinter uns sehen wir eben noch Science World (22k). Wir gehen um das Gebäude herum. Auf der anderen Seite befindet sich die Location von Bane (30k), das ist die Folge mit den Riesenbrummern. Schnell ein paar Fotos und dann müssen wir uns schon sputen, damit wir den chin. Garten noch schaffen. Wir unterqueren schnell die Autostraße am Eishockeystadion um etwas abzukürzen und gehen schnur stracks dorthin. Auf dem Weg kommen wir an einem großen Grün vorbei, auf dem gerade eine Mädchenmannschaft Rasenhockey (25k) spielt. Das ist wirklich schön anzusehen. Der Rasen ist leuchtend grün und die Sportsachen bestehen aus bunten Trikots und Miniröcken. Das muss ich einfach fotografieren.

  Neben dem chin. Garten (47k) befindet sich ein großes Parkhaus. Corinna hatte uns gesagt, daß dies hier eine Location aus der Serie Sentinel war. Der chin. Garten (50k) ist wirklich toll und hat nicht umsonnst so viele Auszeichnungen gewonnen. Leider haben wir viel zu wenig Zeit. In einer Halle steht ein Teekanister. Ein Schälchen Tee genehmigen wir uns noch. Susanne ist jetzt endgültig hinüber (32k).

  Mit letzter Kraft schleift sie sich zum Beatty (33k). Hier wollen wir uns treffen, weil wir danach zum Eishockeyspiel gehen wollen. Gesagt getan. Ein paar Leute von den GateGoers sind schon da. Die Briten sitzen an einem Tisch, die Holländer an einem zweiten und wir landen schließlich mit 2 Vancouveranern an einem 3. Tisch. Naja, egal. Susanne unterhält sich angeregt. Mich haben inzwischen die Kräfte verlassen, so daß ich dem Gespräch nicht mehr recht folgen kann.

  Irgendwann gegen 18.30 Uhr brechen wir dann alle zusammen auf, rüber zum Eishockeystation (34k). Es ist nur ein kurzer Weg über die Straße. An den Eingängen werden Taschenkontrollen gemacht und da fällt es uns wieder ein. Das Attentat in New York. Aber nur für kurze Zeit. Wir beziehen unsere Plätze (27k) und treffen das eine und das andere bekannte Gesicht wieder. Dann gehts los. Die Vancouver Cannucks (31k) gewinnen an diesem Abend leider nicht. Aber die Athmosphäre und die Stimmung im Stadion ist klasse. In der Mitte über der Eisfläche hängt ein riesiger Videowürfel. Es ist lustig, wie die Leute sich erschrecken, wenn sie von der Kamera eingefangen werden. So beobachtet der Kameraman in einer der Pausen ein junges Liebespaar, daß sich inbrünstig küsst. Das Stadion tobt. Als die beiden aufblicken, und sehen, daß sie auf dem Videowürfel zu sehen sind wird das Mädel ganz rot und versteckt sich schnell hinter ihrem Hut. Alles lacht. Schließlich und endlich ist es 22.00 Uhr und die Zeit ist wie im Fluge verstrichen.

  Wir verabschieden uns und machen uns auf den Heimweg. Bei Corinna angekommen, sehen wir die Bescherung. Susannes Füße sind total kaput. Blasen aller Orten. Das war wirklich ein langer und erlebnissreicher Tag. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann mein Kopf auf dem Kissen landete. Ich glaube, ich bin schon auf dem Weg in die Waagerechte entschlafen! :))

  * ENDE *

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