Vancouver und Umgebung

  Montag Morgen, aber kein Grund zur Traurigkeit, denn das ist der "Vancouver-Montag". Der Tag fängt langsam an. Zunächst mal wird ein ganz klein wenig ausgeschlafen. Aber irgendwann müssen wir uns dann aufraffen, denn Maria muss ihren Flieger bekommen. Ich schaffe es gerade noch, ihr auf dem Hotelflur in einem dünnen Etwas Good Bye zu sagen!

  Ein paar Minuten noch überschlummern und dann müssen wir uns schon sputen, denn wir müssen den Wagen noch anmieten und dann einmal quer durch Vancouver zur Corinna. Sie hat sich bereit erklärt und für die Zeit unseres Aufenthalts bei Ihr Quartier zu gewähren.

  Bei der Autovermietung packt mich das erste mal wieder richtig die Angst. Aber Susanne managed das für uns zusammen. Toll. Ich versuche mich, so gut es geht damit zu revanchieren, was ich gut kann. Also schnapp ich mir die Karten und schau schon mal ganz unauffällig nach dem Weg. Susanne macht das wirklich klasse. Ich glaub wir sind ein klasse Team. Der Typ bei der Autovermietung fragt Susanne noch ein bisschen über das Con aus, und ob ein paar bedeutende Leute da waren, denn er hatte den Trubel am Wochenende mitbekommen, da die Vermietung direkt unten im Hotel ist. Ein Kollege unseres Gesprächpartners mischt sich noch ein und behauptet ein Cousin von RDA zu sein. Na klar. Wie Susanne so schön zu sagen pflegt: "...und Schweine können fliegen!". Wenn der wüsste, wieviele Cousin's und Cousinen ich in der Welt habe. Unsere gelassene Reaktion stellt ihn wohl nicht so zufrieden. Egal. Man kann nicht alles haben.

  Dann gehts los. Ich schau mal eben ins Auto und bekomme schon wieder so ein mulmiges Gefühl. Automatikschaltung! Ach du Schreck! Ich hatte nicht dran gedacht. Aber Susanne hat damit kein Problem. Ich fahre ohnehin nicht gerne Auto (lieber Fahrrad) und da Susanne damit kein Problem hat, willigt sie ein, den Fahrer zu machen und ich mache den Scout (obwohl das nicht mein NicName ist!).

  Ich lotse als erstes Susanne haarscharf am Flughafen vorbei in Richtung 121 West 11th. Ave. direkt zur Corinna (36k) - hier mit Michael Shanks am Plaza of Nations, den sie dort zufällig bei Drehaufnahmen zu 2010 traf. Sie wartet schon, denn sie muss zur Arbeit. Wir legen eine fast punktgenaue Landung bzgl. der Uhrzeit hin, denn wir treffen genau 9.00 Uhr, wie verabredet dort ein. Das Wetter scheint es gut mit uns zu meinen, denn der Morgennebel, der noch bei der Abfahrt am Hotel über der Stadt hing, hat sich verzogen und der Himmel ist strahlend blau.

  Corinna muss los. Sie gibt uns den Schlüssel und wir laden unsere sieben Sachen aus. Eine kurze Besichtigung der Wohnung und dann einen Blick aus Corinnas Schlafzimmerfenster. Und da ist er, "Susanne´s Lieblingblick" (27k). Corinna muss ers mal los. Wir packen noch ein bisschen unsere Klamotten aus und dann machen wir uns auch auf den Weg. Nach 3 Tagen Convention und Jubel und Trubel steht uns beiden der Sinn nach etwas Ruhe. Also fahren wir zunächst in Richtung Surrey. Wir fahren ca. 45 Minuten über den Transcanada-Highway und am Ende gelangen wir zum Tynehead-Park (49k). Hier gibt es einen Rundweg durch den Park. Die Runde dauert ca. 1 Stunde und wie genießen die frische Luft und das knistern der Stöckchen unter unseren Schuhen. Am liebsten würde ich meine Schuhe ausziehen und Barfuß über die Wiesen flitzen. Aber es ist wohl etwas zu kühl. Wir finden riesige Büsche randvoll mit Brombeeren (34k) und ich habe das Gefühl, die schmecken 1000mal besser als alle Brombeeren, die ich je gegessen habe. Susanne schmunzelt sich einen. Wir überqueren eine Holzbrücke (49k). Im Fluss darunter treibt ein toter Lachs. Angeknabberte Baumstümpfe zeugen von ihren nächtlichen Gästen, den Biebern. Wir kommen an einem riesiegen Stamm vorbei. Der Baum muss 100te Jahre alt gewesen sein. Schade, daß nur noch sein holer Stamm übrig geblieben ist. Susanne positioniert sich für ein Foto neben dem Stamm, damit man die Größe hinterher auf dem Foto noch erkennen kann. Wir gehen weiter und treffen auch ein paar Jogger. Eine Frau drückt uns eine Tüte mit Erdnüsse in die Hand und fordert uns auf, die Nüsse den Tieren anzubieten. Flux kommen Eichhörnchen (43k) und stibitzen sich die Nüsse direkt aus unseren Händen. Beim nächsten Anwärter (56k) halte ich die Nuss ein wenig fest. Ich spüre das kleine Pfötchen an meinem Finger, wie es drückt und schiebt um die Nuss dort heraus zu bekommen. Wir bieten auch ein paar geschälte Nüsse den Vögeln an. Die haben auch keine Scheu, sich direkt auf unsere Finger (51k) zu setzen und sich das Futter abzuholen.

  Nach unserem Rundgang verweilen wir noch einige Minuten am Waldrand und nehmen auch eine Kleinigkeit zu uns. Amüsiert beobachten wir, wie ein Trupp älterer Herrschaften sich zu einem Picknick zusammenfindet. Wir brechen auf. Jetzt soll uns die Tour auf dem Transcanada-Highway ostwärts in Richtung Hells Gate führen. Schon nach wenigen Minuten auf dem Highway erwartet uns der atemberaubende Anblick der Rockies. Ich möchte so gern alles auf meinen Fotos einfangen und fotografiere vom Auto aus was das Zeug hbält und so gut es geht. Leider bewahrheiten sich meine Befürchtungen vom Vortag. Meine Batterien sind alle. Jetzt ist guter Rat teuer. Da wir gerade in der Nähe von Hope (32k) sind, machen wir einen kurzen Abstecher dorthin um im Drogstore Batterien zu kaufen. Und weiter gehts. Die Berge werden immer schöner. Immer größer. Es sind schon ein paar weiße "Zipfelmützen" (21k) zu sehen. Wir machen einen kurzen Foto-Zwischen-Stop. Muss sein. Irgendwann nach mehr als 1Stunde kommen wir endlich am Hells Gate an. Wir parken den Wagen und gehen über eine große Holzbrücke auf die andere Seite der Straße. An der Seilbahn (20k) wird Susanne auf Ihr Sweatshirt angesprochen. Jemand meinte, sie wär aus Minnesota. Susanne schmunzelt und verneint. Sie outet sich als MacGyver-Fan, und der kommt aus Minnesota. Susanne gibt sich als Dortmunder zu erkennen. Unser Gegenüber lächelt gequält und antwortet in deutsch mit leichtem schweizer Akzent, daß er dort auch schon mal gewesen wäre. Ein weiterer Gondelgast erklärt, daß er gerade aus Wuppertal gekommen ist und heute sein erster Tag in Canada ist. So ist das, da fliegt man tausende von Kilometern um sich dann in einer Seilbahngondel in Canada zu trefen.

  Auf der anderen Seite des Fraiser-Rivers (38k), den wir gerade überquert haben, ist eine Ausstellung über die Lachszucht, die Lachstreppen und über den Pionier Fraiser, nach dem der Fluss (36k) benannt wurde. Um 16.15 Uhr geht die letzte Gondel. Die müssen wir also nehmen. Den Rückweg treten wir dann auf der anderen Flussseite des Fraiser-Rivers an, auf dem HighWay No.7. In Maple Ridge versuchen wir die 144.Straße zu finden, denn dort soll Bordertown liegen. Bordertown ist eine Westernsstadt, die u.A. in Beast of Burden als Kulisse herhalten musste. Leider geht unsere Karte nur bis zur 141.Straße. Wir fahren noch ein Stückchen der Nase nach. Aber irgend wann wird es uns mulmig, weil große Hunde neben unserem Wagen herlaufen und wir hier Augenscheinlich falsch zu sein scheinen. Also wenden wir ganz vorsichtig und keinen Hund zu überfahren und machen uns langsam aber gezielt aus dem Staub.

  Gegen 19.00 Uhr sollten wir bei Corinna sein. Sie wollte Sushi mitbringen. Leider lagen wir durch unseren Ausflug nicht ganz in der Zeitplanung. Wir kommen ca. 45min. zu spät. Corinna erwartet uns schon. Ich stelle fest, daß Sushi wohl nicht meine Kragenweite ist und gebe schon nach dem ersten Röllchen auf. Corinna bietet uns eine nächtliche Führung durch Vnacouver an. Da können wir nicht wiederstehen und wir machen uns noch mal auf den Weg. Wir stellen den Wagen in der Nähe von Science World ab und lassen uns von Corinna kreuz und quer durch die Stadt führen: Plaza of Nations (u.A. Location für 2010 und Bane), das Eishockeystadion, die Vancouver Bibliothek, am Chin. Garten vorbei (Location für eine Sentinelfolge) und dann gehts wieder zurück. Wir schauen uns noch eine neue Stargate-Folge im Original an und dann schlafen wir ein!

  * ENDE *

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